Anlässlich des ECD22 findet an mehreren Orten gleichzeitig und parallel auf einer Online-Plattform die ECD-Städtekonferenz statt.
4 Städte tragen zum Programm bei, zeitlich synchronisiert und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Man bewegt sich in der virtuellen Equal Care Day-Landschaft von Stadt zu Stadt und trifft unterwegs auf virtuelle Bühnen, Begegnungsorte und ein gemeinsames Rahmenprogramm voller Poesie und careversiver Überraschungen.
Als Veranstalter*innen im Städteraum Bonn begrüßen Sie Kathrin S. Kürzinger (Ev. Akademie im Rheinland), Katja Schülke (Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn), Gertrud Hennen (Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn) und Angela König (Initiative Equal Care Day). Unterstützt werden sie durch viele weitere Institutionen, Vereine und Privatpersonen aus Bonn und der Region.
Der Bonner Städteraum trägt das Rahmenprogramm bei zur ECD-Städtekonferenz. Aus Bonn werden Auftakt und Abschluss auf alle Bühnen gestreamt, ebenso die Keynote mit Franziska Schutzbach.
Der Bonner Städteraum hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielschichtigkeit des Themas ‚Equal Care‘ mit den unterschiedlichen Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen. Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Umwelt, Pflege und Führung. Herzliche Einladung zu den folgenden drei Beiträgen:
- Wen kümmert’s? Warum Care und Umwelt zusammenhängen – Hanna Völkle
- Mensch – Pflege-Roboter*in – Mensch. Herausforderungen und Chancen – Podiumsdiskussion
- Care-sensible Führung als Chance – Podiumsdiskussion mit Expert*innen, Führungskräften und Beschäftigten
Mehr Informationen finden Sie weiter unten durch Klick auf das grüne Pluszeichen:
Session 1:
Wen kümmert’s? Warum Care und Umwelt zusammenhängen
Hanna Völkle – Vortrag mit anschließender Diskussion
Die Sozialwissenschaftlerin arbeitet an den Schnittstellen von Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und digitalen Technologien. Partizipative Konzepte chancengerechter Flexibilisierung von zukunftsfähiger Arbeit, praxisnahe Bausteine (z.B. Workshops zu unconscious bias) für verschiedene Zielgruppen in Wirtschaft und Wissenschaft als auch das Themenfeld Vielfalt & Digitales, umfassen dabei das aktuelle Tätigkeitsspektrum von Hanna Völkle.
Session 2:
„Mensch – Pflege-Roboter*in – Mensch. Herausforderungen und Chancen“
Podiumsdiskussion
Die Diskussion über den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Pflegerobotern nimmt Fahrt auf. In Pilotprojekten und auch bereits im Alltag lassen sich beide bereits finden, teilweise begeistert aufgenommen, teilweise skeptisch beäugt.
Auf dem Podium wird die derzeitige Situation aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert, auf der Ebene der Entwicklung, auf der Ebene der Ethik und auf der Ebene der Anwendung.Welches Menschenbild steckt hinter dem Einsatz der Roboter? Was macht der Einsatz mit den Menschen, die pflegen, was macht der Einsatz mit den Menschen, die gepflegt werden? Wie fließen ethische Aspekte in die Entwicklung und den Einsatz mit ein? Welche Anforderungen sind aus ethischer Perspektive an den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Pflege-Robotern zu stellen? Sind interkulturelle und geschlechtsspezifische Aspekte mit in die Entwicklung eingeflossen. Welche geschlechtsspezifischen Auswirkungen werden erwartet.
Im Gespräch sind:
- Dr. Daryoush Daniel Vaziri (Wirtschaftsinformatiker, Bereich Gesundheitsinformatik, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
- Markus Giesbers (Hausleitung und Netzwerkkoordinator St. Elisabeth-Stift Sendenhorst/St. Magnus-Haus Everswinkel)
- Angela König (ECD-Initiative, pflegende Familienangehörige)
Session 3:
Care-sensible Führung als Chance
Podiumsdiskussion mit Expert*innen, Führungskräften und Beschäftigten
Moderation: Julia Pedersen, Mitarbeiterin Engagement Global und Unternehmerin (Sandburg-Hub)
Unsere Gäste sind:
- Frank Zöller, Anlagenleiter RSAG-EVP, St. Augustin
- Frank Müntinga; Bereichsleiter Personal & Verwaltung Wetteronline
- Alexandra Wachendorfer; Beraterin/Auditorin Work-Live Balance von Ar-Priori
- Uta Meier-Gräwe, Soziologin und Haushaltsökonomin
Wir erleben in unserer Gesellschaft einen Wandel hin zu mehr partnerschaftlicher Familienverantwortung. Im Arbeitsleben geht die Entwicklung Richtung „new work“ mit Merkmalen wie agilen Arbeitsformen, flachen Hierarchien, mehr Mitgestaltung und Eigenverantwortung. Dies eröffnet die Chance auf eine faire Gestaltung von Arbeits- und Privatleben für alle Beteiligten.
Auf dem Podium wird diskutiert, wie Führungskräfte diese komplexen Aufgaben angehen, wie sich neue Wege auszahlen und welche Auswirkungen dies für Beschäftigte und Unternehmen haben kann.